Naturheilpraxis

Dietmar Ehinger

 
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Das Mikrobion und Du

Wenn der kleine Moritz mal wieder mit hohem Fieber, Halsschmerzen und Mittelohrenzündung das Bett hütet, dann waren es bestimmt mal wieder die gefürchteten Streptokokken. Dieser Befund wird von der Schulmedizin, trotz aller wissenschaftlichen Erkenntnissen, meistens mit Antibiotika behandelt. Doch diese Phase der Medizin scheint langsam abgeschlossenen zu sein.

Nicht selten resultiert durch den Versuch einen Erreger mit Antibiotika zu kontrollieren eine chronische Entzündung und eine Störung der Darmflora. Der kleine Moritz würde dann möglicherweise an einer chronisch wiederkehrenden Mittelohrenzündung und Blähungen leiden.

Sind wir mehr Mensch oder Mikrobe?

Gerade wir, der Homo Sapiens, beanspruchen eine gewisse Autorität über unseren Körper. Nun hat die Wissenschaft herausgefunden, dass wir in wechselseitiger Abhängigkeit zu den niedrigsten Formen des Lebens stehen. Unstrittig ist: schon lange vor uns haben Mikroben unseren Planet erfolgreich besiedelt und sich im Verlauf der Evolution optimal angepasst. Während sich unser Organismus mit ca. 10 Billionen Zellen begnügt, beläuft sich die Bilanz der uns besiedelnden Mikroben auf ca. das 10-fache.  Sie leben, je nach Körperteil oder Organ, in unterschiedlichsten Kolonien zusammen. In der Regel friedlich und im Bestreben, Ihren Wirt am leben zu erhalten.

Die Kommunikation zwischen Organismus, Mikrobion und das Milieu in dem sich die bewegen, schein hier von entscheidender Bedeutung zu sein.

Wer gibt den Ton an?

Im Grunde ist diese Frage müßig, da das eine ohne das andere nicht überlebt. So wie das Leben unmittelbar an unseren Planet gekoppelt ist, so sind Mikroben und Mensch miteinander verbunden. Viel wichtiger ist die Frage nach dem Milieu in dem sich Erreger und Mensch bewegen, denn unser Milieu können wir beeinflussen.

Wer hilft wem?

Allseits bekannt ist, dass unser Darm von unzähligen Bakterienstämmen und Pilzen besiedelt ist, deren Funktion erst im Ansatz erforscht ist. Sie helfen uns zu verdauen, produzieren Vitamine und Enzyme und wenn man bedenkt, dass wir nicht einmal 0,5% aller Mikroben der Erde kennen, dann wird schnell klar, dass sich die Medizin und das Bild vom Menschen in den nächsten Jahren tiefgreifend verändern wird.

Ist das (Über-)Leben nur reine Information?

Ob wir gesund bleiben, hängt zum größten Teil mit der Verständigung von Mensch und Mikrobe und dem Milieu als Informationsträger zusammen. Funktioniert diese Kommunikation, dann funktioniert auch der „Apparat“ und wir bleiben gesund. Aus diesem Grunde ist es das höchste Bestreben in der Naturheilkunde, das Milieu so zu verändern, dass die Kommunikation stimmt und so die hilfreichen Mikroben sich vermehren können.

Machen Mikroben übergewichtig?

Werden die Darmbakterien dicker Mäusen dem Darm von dünnen Mäusen eingeimpft, so werden diese auch dick. Auch senden Darm Bakterien chemische Botenstoffe über weite Entfernungen, sodass unsere Urin voll von Stoffwechselprodukten von Darmbakterien ist. Interessanterweise wird bei der traditionellen Harnschau überwiegend die Funktion des Darms im Urin untersucht!

Individuell durch und durch!

Seit über 300 Jahren erforscht wir die Welt der Mikroben und erst jetzt entdecken wir langsam, wie vernetzt wir mit dieser Welt der Kleinstlebewesen sind.

Nicht genug, dass die Mikrobiologie gerade ein neues Kapitel aufschlägt. Forschungen haben gezeigt, dass jeder Mensch seine eigen „Flora“ an Keimen und Bakterien besitzt. Sie träumen jetzt schon davon, individuelle Medikamente zu erstellen- übrigens eine Selbstverständlichkeit in der Naturheilkunde.

Wie können wir unser Milieu verändern?

Viele naturheilkundliche Maßnahmen zielen darauf ab, unser Milieu unserer Individualität optimal anzupassen.

In der Homöopathie wird der Mensch bei der Anamnese in seiner Gesamtheit – also seinem inneren und äußeren Milieu - erfasst und das Medikament entsprechend ausgewählt. Auch andere Informationen, die uns durch eine Gespräch oder Musik erreichen, können unser Milieu nachhaltig verändern.

Auf chemischer Ebene ist es unsere Nahrung, Schüsslersalze und Nahrungsergänzungsmittel, die das Terrain für Mikroben beeinflussen.

Meditation, Yoga, Qi-Gong und Sport führen in der Regel dazu, dass unser Gewebe alkalischer wird und sich Mikroben ansiedeln können die uns dienlich sind.

Eine weitere, anerkannte Methode, ein gesundes Mikrobion zu fördern, ist die Substitution von gesunden Bakterien (z.B. Laktobazillen und Bifidobakterien). 

 

Robert Koch hatte recht: „Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles“!

 

 

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